Gebaut um 1600
bietet dieses Haus eine urgemütliche Atmosphäre.
Lassen Sie es sich gut gehen in unserer gemütlichen Gaststube oder feiern Sie mit Freunden im alten Gewölbekeller oder bei entsprechendem Wetter auch auf unserer Innenhof Terrasse.
Eigene Parkplätze vor dem Eingang
ansonsten unterhalb der Karl Bröl Str. (Bahnhaltestelle 2 min. Fußweg), Ziepchensplatz 2 min. Fußweg
Geschichtlicher Hintergrund
Das
Domkapitel
Gemeint
ist hier natürlich das Kölner Domkapitel, das sich heute Metropolitankapitel
nennt und aus 12 Mitgliedern besteht, geleitet vom Domprobst, der auch der
Hausherr des Doms ist. Das Domkapitel existiert bereits seit 1200 in Köln.
Anfangs waren nur Mitglieder alter Adelshäuser zugelassen. Da der Kölner

Erzbischof gleichzeitig Kurfürst war,
also auch weltlicher Herrscher, verfügte das Domkapitel gleichfalls über
starken Einfluß, auf geistlichem wie auf
weltlichem Gebiet. Das Domkapitel wählte schon damals den Erzbischof,
der dann vom Papst ernannt wird. Im 18. Jahrhundert übernahm das Domkapitel
sogar für mehrere Jahre für den abwesenden Fürstbischof die Herrschaft im
Kurstaat Köln.
Ländereien
des Domkapitelhofes
Die
Macht des Kölner Domkapitels drückte sich auch in umfangreichem Landbesitz aus.
Zur Steingewinnung für den 1248 begonnenen Dombau, kauften die Kölner
Domherren z. B. 1306 auch
Grundstücke an den Hängen des
Drachenfels. Doch Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Bautätigkeit am Kölner
Dom eingestellt, die Steinbrüche still gelegt und die Transportwege und Halden
rekultiviert. Auf diese Weise kam das Domkapitel zu seinem Weinbergbesitz am
Drachenfels und damit später auch zum
Domkapitelhof. In den Weinbergen der Gemarkung Rhöndorf wurden Grenzsteine mit
dem Wappen des Kölner Domkapitels gefunden. Einer befindet sich im
Siebengebirgsmuseum in Königswinter, ein zweiter am Kellereigebäude am Weingut
Broel in Rhöndorf
Der
Domkapitelhof
Über
dem Eingang zum kleinen Keller des heutigen Domkapitelhofes ist die Jahreszahl
1601 eingeritzt. Es ist dies der älteste Nachweis für die Entstehung des
Hauses, das beim Franzoseneinfall im Mai 1689 abbrannte. Aber schon 1690 hatten
die damaligen Besitzer den Hof wieder aufgebaut. Wissenschaftliche Untersuchungen haben
ergeben, dass die Balken im südlichen Teil des Hauses in dieser Zeit eingebaut
wurden. Die einzelnen Bauabschnitte des Hofes, der auch über Scheune und
Stallungen verfügte, wurden in der Zeit bis etwa 1750 komplettiert. In dieser
Zeit war das Gehöft auch an das Domkapitel gefallen. Das geht aus einem
Pachtvertrag des Jahres 1753 hervor. Der Wein bzw. der daraus erzielte Erlös
fiel übrigens der Kölner Dombauhütte zu, damals „Domfabrik" genannt. Durch die
von Napoleon veranlasste Säkularisierung kirchlicher Güter wurde auch das
Domkapitel aufgelöst und der Rhöndorfer Besitz fiel an eine Domänenverwaltung
bis zur Versteigerung im Jahre 1824. Der Appelationsgerichtsrat Dahm aus Köln
erwarb das Weingut. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts blieb es in diesem
Familienbesitz.
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